05.11.2005 19:25
 
jahreshauptversammlung 2005
Marathon-Sitzung mit Gesprächsbedarf

Das hat es in der bisherigen Vereinsgeschichte wohl noch nicht gegeben: Vier Stunden lang tagte die Jahreshauptversammlung des Dülkener FC im Dülkener Kolpinghaus. Warum es so viel Gesprächsbedarf gab? Die Vorstandwahlen waren es nicht, denn der der erste Vorsitzende Gerd Schaeben wurde genauso wie seine Kollegen einstimmig wiedergewählt. Thomas Menzel bleibt weiter kommissarisch sportlicher Leiter und will im nächsten Jahr entscheiden, ob er dieses Amt aufgrund seiner vielen Verpflichtungen weiter ausführen kann. Ein Schwerpunkt der Diskussion: Soll die Jahreshauptversammlung der vom Jugendtag vorgeschlagenen Erhöhung des Mitgliederbeitrages im Jugendbereich zustimmen? "Der Dülkener FC ist auch trotz der Erhöhung von 37 auf 48 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr immer noch einer der günstigsten Vereine für Jugendliche im Kreis", hob der Vorsitzende hervor. Klaus Grefkes, der dem neuen Kassierer Horst von der Bank bei der Bilanzierung half, erklärte schon jetzt, dass die Mitglieder in den nächsten Jahren auch im Seniorenbereich mit einer Erhöhung des Beitrages rechnen müssen.

Gustav Windeck Peter Verhufen Horst von der Bank

Warum, ist klar: Der Kauf des SG-Vereinsheimes und die dafür notwendigen Darlehen verschlingen eine Menge Geld. Außerdem wies Grefkes darauf hin, dass einige Mitgliedsbeiträge noch offen stehen. Nach einer lebhaften Diskussion, ob gerade der Jugendbereich mit einer weiteren Erhöhung leben muss, stimmte die JHV dann aber doch mit großer Mehrheit für die Erhöhung und bestätigte damit den Jugendtag in seiner Entscheidung.

Beste Mannschaft des Jahres: Einige Spielerinnen des U15-Mädchenteams nahmen die Auszeichnung entgegen. Mit im Bild: Der Vorsitzende Gerd Schaeben und Josef Kamps, der als Leiter der Nachwuchsförderung den Stab an Peter Verhufen weitergibt.

Ein weiterer Diskussionspunkt: die Zielsetzung der ersten Mannschaft. Stefan Krienen fragte nach, ob der Landesliga-Aufstieg die finanzielle Situation des Vereins verbessern würde. Das bejahte Schaeben, denn nicht die Sponsoren in Dülken, sondern Sponsoren aus der Region könnten bei einem Landesliga-Aufstieg den Verein unterstützen. Deswegen bleibt das Ziel unverändert: Der Aufstieg der ersten Mannschaft ist das Ziel. Aber nicht nur das: Der Klassenerhalt der Zweiten Mannschaft ist genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger. Denn so hat der Verein die große Chance, betonte Menzel, dass er eigene Jugendliche durch die Zweite Mannschaft näher an die Bezirksliga ranführen könnte. Sollte die erste Mannschaft das Ziel "Aufstieg" schon frühzeitig nicht mehr möglich sein, müsse darüber nachgedacht werden, ob nicht Spieler aus der ersten Mannschaft die Zweite unterstützen.

Hervorgehoben wurden die Mädchenmannschaften. Mädchenmannschaften boomen. Der DFC hat zum ersten Mal in dieser Saison drei Mädchenteams an Bord. Die U13 umfasst sogar einen Kader von 24 Spielerinnen. Als "beste Mannschaft des Jahres" wurde dann auch die U15 der letzten Saison ausgezeichnet. Sie wurde in ihrer Klasse Meister. Mit der Wahl unterstrich der Verein die Bedeutung des Mädchenfußballs beim DFC.

Hat die Finanzen des Dülkener FC fest im Griff und unterstützt Horst von der Bank in der ersten Zeit: Klaus Grefkes.

Personelle Veränderungen gab es auch, obwohl der Vorstand in seiner Arbeit bestätigt wurde. So wird Josef Kamps als Leiter der Nachwuchsförderung nicht mehr zur Verfügung stehen, weil er aus familiären Gründen kürzer treten will. Sein Nachfolger wird Peter Verhufen, der in große Fußstapfen treten wird, aber mit viel Elan an die neue Sache geht.Der Vorstand wird zudem durch Gustav Windeck als Beisitzer unterstützt. Der Architekt wird sich verstärkt um das Gebäudemanagement kümmern.


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