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05.01.2005 7:30
 
im interview mit schirmherrin navina omilade
Fußballabitur mit Note 1

Deutschlands Fußball-Nationalspielerin Navina Omilade, die mit ihrem Verein Turbine Potsdam in diesem Jahr die Deustche Meisterschaft und den Pokal holte und bei den Olympischen Spielen in Athen die Bronzemedaille gewann, ist Schirmherrin des 14. Volksbank-Masters. Wir sprachen mit Navina über Frauenfußball, den alten Lehrer Gerd Schaeben und vieles mehr...

Navina, wie bist Du Schirmherrin des 14. Volksbank-Masters geworden?

Gerd Schaeben hat mich gefragt, ob ich dieses Amt übernehmen möchte. Da alles zeitlich hingehauen hat, habe ich meinem alten Lehrer sofort zugesagt.

Deinem alten Lehrer?

Ich habe bei Gerd Schaeben mein Sportabitur gemacht.

Mit welchem Schwerpunkt und mit welcher Note?

Natürlich Fußball. Und es war eine 1.

Dann war Gerd wohl ein guter Sportlehrer und ist maßgeblich daran beteiligt, dass aus Dir eine gute Fußballerin geworden ist...

(lacht) Na ja, vielleicht hat er mir den ein oder anderen Trick noch beibringen können, doch meine Fußballerkarriere begann wesentlich früher.

Wann genau?

Ich habe damals mit meinem Bruder und den Nachbarn Fußball gespielt. Bis zur D-Jugend habe ich bei den Jungen mitgespielt. Als ich 12 Jahre alt war, hat mich der FSC Mönchengladbach entdeckt. Dort habe ich dann viel gelernt.

Welchen Stellenwert hat der Frauenfußball heute?

Ich denke schon, dass der Frauenfußball einen immer höheren Stellenwert bekommt, aber trotzdem nicht mit dem Männerfußball zu vergleichen ist. Es ist komplett was anderes. Sicherlich haben die Erfolge wie der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft dazu beigetragen, den Frauenfußball populärer zu machen. Aber Geld verdienen kann man damit immer noch nicht. Bei 500 bis 600 Zuschauern pro Spiel in Potsdam - und das sind schon gute Zahlen - ist das aber auch nicht verwunderlich.

Was machst Du beruflich?

Ich studiere Sportwissenschaften in Potsdam.

In Mexiko hat im Dezember eine Frau beantragt, bei den Männern mitspielen zu dürfen. Macht das Sinn?

Davon halte ich nicht viel. Wie ich schon sagte: Das sind verschiedene Sportarten. Das ist nicht praktikabel. Ich kann die FIFA gut verstehen, dass sie diesen Antrag abgelehnt hat.

Für dich war es ein Supersportjahr. Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, der Pokalsieg und die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen - worüber hast Du dich am meisten gefreut?

Schwer zu sagen. Alles war einzigartig. Ich möchte nichts missen.

Obwohl das Hobby „Fußball“ doch sehr zeitintensiv ist, oder?

In der Tat. Vielleicht habe ich im ganzen Jahr an zwei Wochenenden frei. Umso glücklicher bin ich, dass ich beim Masters am Finalsonntag dabei sein kann.


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