Deutschlands
Fußball-Nationalspielerin Navina Omilade,
die mit ihrem Verein Turbine Potsdam in diesem Jahr
die Deustche Meisterschaft und den Pokal holte und
bei den Olympischen Spielen in Athen die Bronzemedaille
gewann, ist Schirmherrin des 14. Volksbank-Masters.
Wir sprachen mit Navina über Frauenfußball,
den alten Lehrer Gerd Schaeben und vieles mehr...
Navina, wie bist Du Schirmherrin des 14. Volksbank-Masters
geworden?
Gerd Schaeben hat mich gefragt, ob ich dieses Amt
übernehmen möchte. Da alles zeitlich hingehauen
hat, habe ich meinem alten Lehrer sofort zugesagt.
Deinem alten Lehrer?
Ich habe bei Gerd Schaeben mein Sportabitur gemacht.
Mit welchem Schwerpunkt und mit welcher
Note?
Natürlich Fußball. Und es war eine 1.
Dann war Gerd wohl ein guter Sportlehrer
und ist maßgeblich daran beteiligt, dass aus
Dir eine gute Fußballerin geworden ist...
(lacht) Na ja, vielleicht hat er mir den ein oder
anderen Trick noch beibringen können, doch
meine Fußballerkarriere begann wesentlich
früher.
Wann genau?
Ich habe damals mit meinem Bruder und den Nachbarn
Fußball gespielt. Bis zur D-Jugend habe ich
bei den Jungen mitgespielt. Als ich 12 Jahre alt
war, hat mich der FSC Mönchengladbach entdeckt.
Dort habe ich dann viel gelernt.
Welchen Stellenwert hat der Frauenfußball
heute?
Ich denke schon, dass der Frauenfußball einen
immer höheren Stellenwert bekommt, aber trotzdem
nicht mit dem Männerfußball zu vergleichen
ist. Es ist komplett was anderes. Sicherlich haben
die Erfolge wie der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft
dazu beigetragen, den Frauenfußball populärer
zu machen. Aber Geld verdienen kann man damit immer
noch nicht. Bei 500 bis 600 Zuschauern pro Spiel
in Potsdam - und das sind schon gute Zahlen - ist
das aber auch nicht verwunderlich.
Was machst Du beruflich?
Ich studiere Sportwissenschaften in Potsdam.
In Mexiko hat im Dezember eine Frau beantragt,
bei den Männern mitspielen zu dürfen.
Macht das Sinn?
Davon halte ich nicht viel. Wie ich schon sagte:
Das sind verschiedene Sportarten. Das ist nicht
praktikabel. Ich kann die FIFA gut verstehen, dass
sie diesen Antrag abgelehnt hat.
Für dich war es ein Supersportjahr.
Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, der Pokalsieg
und die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen
- worüber hast Du dich am meisten gefreut?
Schwer zu sagen. Alles war einzigartig. Ich möchte
nichts missen.
Obwohl das Hobby „Fußball“
doch sehr zeitintensiv ist, oder?
In der Tat. Vielleicht habe ich im ganzen Jahr
an zwei Wochenenden frei. Umso glücklicher
bin ich, dass ich beim Masters am Finalsonntag dabei
sein kann. |