Stefan Krahnen kennt das
Hallenmasters ganz genau. Kein Wunder, hat er doch als Spieler
in Viersen und Dülken alle Hallenturnier bis auf eins
mit erlebt. Wir sprachen mit dem Trainer des Dülkener
FC und Masters-Experten über das kommende Turnier
Stefan, Du hast fast alle Mastersturniere mit erlebt.
Was war dein Highlight?
Der erste Titelgewinn mit dem Dülkener FC 1996 und
die anschließende Titelverteidigung. Natürlich
war aber auch der Sieg mit dem 1. FC Viersen ein ganz besonderes
Erlebnis.
Hast Du gerne in der Halle gespielt?
Ich habe immer gerne in der Halle gespielt. Das Spiel ist
schneller, offensiver und du hast einfach die Möglichkeit,
viel mehr Tore zu erzielen. Auf dem Hallenparkett kann man
einfach wunderbaren Kombinationsfußball spielen. Auch
die Spieler in meiner Mannschaft freuen sich auf Hallenfußball.
Jeder will spielen, auch wenn ich nicht alle Spieler nominieren
kann.
Hat
das Masters einen besonderen Stellenwert?
Auf jeden Fall. Hier ist die Halle voll, die Stimmung super.
Die Zuschauer gehen richtig mit. Außerdem treffen
hier die Besten aufeinander. Hier zu gewinnen ist etwas
ganz besonderes. Und der Stellenwert des Turniers nimmt
von Jahr zu Jahr zu.
Was können wir vom Dülkener FC erwarten.
Nachdem der DFC Hallenstadtmeister geworden ist, sind die
Erwartungen ziemlich hoch.
Wir müssen die Finalrunde am zweiten Tag erreichen.
Das sind wir unseren Fans schuldig. Der Gastgeber sollte
am Finaltag vertreten sein. Dafür verlange ich vollen
Einsatz. Was dann erreicht werden kann, ist schwer zu sagen.
Spielst du direkt im ersten Spiel gut, kann es ein Selbstläufer
werden. Ein bisschen Glück gehört natürlich
auch dazu. In der Halle kann jeder jeden schlagen. Genau
das macht doch den Reiz eines Hallenturniers aus.
Wer sind die Favoriten?
Nettetal ist souverän Stadtmeister geworden und hat
eine bärenstarke Mannschaft. Auch Fischeln ist nicht
zu unterschätzen. Dazu kommt der 1. FC Viersen und
auch die Gladbacher mit Vorjahressieger Giesenkirchen sind
nicht zu unterschätzen. Echte Favoriten gibt es in
der Halle nicht. Dennoch glaube ich, dass Nettetal der Favorit
ist.
Blutet Dir nicht das Herz, wenn der Ball rollt. Würdest
Du nicht gleich mitspielen wollen? Bei der Stadtmeisterschaft
hast Du ja noch mal mitgespielt.
Der Reiz ist immer noch da, das ist doch klar. Aber jetzt
habe ich eine andere Aufgabe. In der Mannschaft gibt es
genug andere Spieler, die ebenfalls spielen wollen. Da werde
ich nicht einspringen müssen. Und das ist gut so. Als
Trainer hat man genug andere Aufgaben die man bewältigen
muss.
Wolfgang Nicklas sprang vom Drei-Meter-Brett, als er
mit dem DFC den Titel holte. Was macht Stefan Krahnen, wenn
er direkt in seinem ersten Jahr als Trainer Dülken
zum Titelgewinn führt?
Das weiß ich noch nicht. Das entscheide ich ganz
spontan. Ins Wasser springe ich jedenfalls nicht. Das hat
Wolfgang bereits gemacht. Das ist ja nichts Neues mehr.
(lacht). |