| Der ersten
Mannschaft ist eine Zentnerlast vom Herzen gefallen! Im Spiel
bei Union Krefeld konnte das Team von Trainer Thomas Menzel
beim 1:0-Sieg nicht nur drei wichtige Zähler einfahren,
sondern auch viel fürs Selbstbewusstsein tun. Entscheidend
für den Erfolg war eine Umstellung im Abwehrgefüge.
Die Schlüsselposition in der Abwehr wurde neu besetzt.
Nach seiner langen Verletzungspause rückte zum ersten
Mal in dieser Saison Nils Menzel ins Team und löste Andy-Björn
Schmitt, der dafür ins Mittelfeld rückte, als Libero
ab. Ein Volltreffer, denn Menzel dirigierte die Abwehr und
baute das Spiel von hinten auf. Eine starke Leistung des Debütanten,
der eigentlich "gelernter Mittelfeldspieler" ist
und zum ersten Mal auf der zentralen Position im Abwehrbereich
zum Einsatz kam. "Ein Schachzug, der voll auf ging, denn
sowohl Nils wie auch Andy-Björn im Mittelfeld kamen mit
ihren neuen Rollen bestens klar", freute sich Menzel.
Hervorheben wollte der Trainer jedoch keinen Spieler, denn
der Erfolg bei Union war ein Erfolg der gesamten Mannschaft.
"Heute haben alle Spieler Vollgas gegeben. Es gab keine
Ausfälle. Wenn wir so weiterspielen, kommen wir unten
raus!"
In der Tat: Auf harter Asche mit vielen Pfützen war Schönspielerei
nicht gefragt. Hier musste um jeden Zentimeter gekämpft
werden. Während die Mannschaft im letzten Spiel zuweilen
in Lethargie verfiel, war das Team in Krefeld hellwach. Die
Gäste standen tief und warteten geduldig auf ihre Chancen.
"Wir haben gegen einen starken Gegner wenig zugelassen",
fügt Menzel hinzu. Union, sicherlich eines der Topteams
der Liga, biss sich an der taktisch hervorragend eingestellten
DFC-Elf die Zähne aus. Als der Mittelstürmer der
Gastgeber nach 30 Minuten wegen Nachtretens die Rote Karte
sah, konnte Dülken sogar in Überzahl agieren.
Die Menzel-Elf stürmte aber nicht bedingungslos nach
vorne, sondern blieb seiner taktischen Marschrichtung treu.
Erst in den letzten zehn Minuten des Spiels erhöhte der
DFC die Schlagzahl. "Wir haben gespürt, dass hier
mehr drin ist als ein Unentschieden", so Menzel. Kurz
vor Schluss hatte der eingewechselte Christian Bockers die
Riesenchance, eine Hereingabe von Pütz ins Tor zu schieben,
doch der Ball blieb durch eine Pfütze liegen. Nur gut,
dass eine Minute später Bockers auf den heraneilenden
Andy-Björn Schmitt ablegte, der aus acht Metern den Ball
knallhart im Tor versenkte und so seine neuen Freiheiten im
Mittelfeld mit einem Tor krönte. Direkt danach pfiff
der Unparteiische das Spiel ab. Die Mannschaft und mitgereisten
Fans jubelten, als ob Dülken die Meisterschaft gewonnen
hätte. Das hatte seinen Grund: "Wir haben den Hebel
umgelegt. Wir haben alle gespürt, dass wir heute einen
großen Schritt nach vorne gegangen sind", erklärte
Menzel. |