| "Das
Ergebnis ist einfach nur deprimierend", gestand DFC-Coach
Thomas Menzel nach dem Spiel in Nettetal. Die erste Mannschaft
knüpfte an die gute Leistung aus dem letzten Spiel gegen
VfB Uerdingen an, doch nach 90 Spielminuten ging der Dülkener
FC beim 1:2 wieder leer aus. "Uns fehlt einfach das Sieger-Gen.
Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat
insgesamt ein gutes Spiel gemacht, sich aber selbst um den
Lohn ihrer Arbeit gebracht", resümierte ein enttäuschter
Trainer, der wie die Spieler auch mit hängenden Köpfen
den Platz im Nettetal verließ.
Der Dülkener FC begann mit der Agressivität, die
auch im letzten Spiel gegen Uerdingen einen Punkt eingebracht
hatte. Nettetal war sichtlich überrascht, als die DFC-Maschine
in den ersten Minuten anlief. Bereits nach 10 Minuten konnte
Nuri Debeniz nach schönem Zuspiel von Christian Bockers
das 1:0 erzielen. Sieben Minuten später scheiterte Bockers
selbst. In der 25. Minute folgte dann der "Knackpunkt"
des Spiels: Bockers wurde vom Torwart im Strafraum zu Fall
gebracht. Obwohl abgesprochen war, dass Fatih Debeniz fällige
Elfmeter schießen sollte, schnappte sich Andy-Björn
Schmitt den Ball - und verzog. "Hätten wir das 2:0
gemacht, hätten wir das Spiel sicher nach Hause gebracht",
glaubt Menzel.
Danach war das Selbstbewusstsein der Gäste dahin. Sie
spielten nicht schlecht, aber nicht mehr mit dem Druck und
der Aggressivität der ersten Minuten. Nach einem Missverständnis
zwischen Keeper Florian Engels und Lutz Sudhoff konnte Nettetal
sogar noch vor der Pause ausgleichen.
Nach der Pause sahen die Zuschauer ein verteiltes Spiel. Es
gab nur noch wenig Tormöglichkeiten. Alles lief auf ein
Unentschieden hinaus. Bis zur 82. Minute: Nach einer Ecke
konnte Union per Kopf den Führungstreffer erzielen. Zwar
hatte der eingewechselte Joachim Pütz und Daniel Henkel
per Freistoß noch zwei Chancen, doch die Gastgeber brachten
die knappe Führung über die Zeit. |