| Mit einer
0:2-Niederlage gegen VSF Amern verabschiedet sich die erste
Mannschaft des Dülkener FC in die Winterpause. Nach dem
starken 2:1-Sieg in der Vorwoche gegen Dilkrath konnte die
Menzel-Elf im zweiten Heimspiel nicht nachlegen, überwintert
aber aufgrund des besseren Torverhältnisses punktgleich
mit dem Drittletzten auf einem Nicht-Abstiegsplatz.
Auch für das Spiel gegen Amern hatte sich die erste Mannschaft
einiges vorgenommen und kämpfte leidenschaftlich um die
Punkte, auch wenn die Spieler in der Vorwoche einen Tick aggressiver
agierten. Allerdings muss auch zugestanden werden, dass Amern
stärker auftrat als die Dilkrather.
In den ersten halben Stunde sahen die Zuschauer auf tiefem
Boden ein verteiltes Spiel. Mit der ersten richtigen Torchance
ging Amern dann auch gleich mit 1:0 in Führung (30.).
Danach hatte Dülken noch vor der Pause zwei gute Einschussmöglichkeiten
durch Joachim Pütz.
Nach der Pause begann die Sturm- und Drangphase der Gastgeber.
Der für Salihu eingewechselte Metehan Pala verzog knapp
(48.). Amern war nun in der Defensive, hatte dann aber Glück,
dass nach 65 Minuten Fatih Debeniz die Nerven verlor. Als
der Unparteiische nach einem Rempler für Debeniz pfiff,
stieß er seinen Gegenspieler weg. Der Schiedsrichter
zückte den Roten Karton. Sicherlich eine harte Entscheidung,
aber vertretbar. In Unterzahl steckten die Platzherren nicht
auf und hatten durch Marcel Gubbels nach 77 Minute die beste
Chance, doch Gubbels traf nur den Pfosten. Der Ausgleich war
überfällig, doch das Tor fiel auf der anderen Seite.
Der alles andere als sichere Schiedsrichter übersah ein
klares Abseits, das Amern zum 2:0 nutzte (84.). Keeper Florian
Engels protestierte und sah daraufhin die Gelb-Rote Karte,
nachdem er schon zuvor die gelbe Karte gesehen hatte. Joachim
Pütz musste ins Tor, um schlimmeres zu verhindern. Er
hielt seinen Kasten sauber, aber eine 0:2-Niederlage schlug
dennoch zu Buche. "Die Mannschaft hat gekämpft und
hätte sicherlich einen Punkt verdient gehabt", resümierte
Menzel und sieht dem Abstiegskampf in der Rückrunde optimistisch
entgegen. "Die Mannschaft hat gegen Dilkrath und Amern
toll gespielt. Wenn wir das auch in den ersten Spielen gezeigt
hätten, hätten wir heute acht Punkte mehr auf dem
Konto." In der Tat: Die Moral stimmt, die Einstellung
ist intakt. Was fehlt, ist die Durchschlagskraft. Und daran
wird die Menzel-Elf in der Winterpause arbeiten müssen,
wenn sie im Klassenkampf bestehen will. |