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tsf bracht - dülkener fc 2:1

"Die erste Halbzeit war eine Katastrophe"

Eine ganz bittere Pille musste die erste Mannschaft in Bracht sc hlucken. Beim Aufsteiger verlor das Team von Trainer Thomas Menzel mit 1:2 und konnte damit den Aufwärtstrend aus der Vorwoche nicht fortsetzen. Im Gegenteil: "Was die Mannschaft in der ersten Halbzeit gezeigt hat, war schlichtweg eine Katastrophe", so Menzel.

In der Tat: In den ersten 45 Minuten lief überhaupt nichts zusammen. Anstatt den Ball laufen zu lassen, wurden immer wieder Dribblings gestartet, die ins Leere gingen. Im Zweikampfverhalten hatten die Gäste zu oft das Nachsehen, auch wenn Bracht zunächst nichts zwingendes daraus machte. In der 18. Minute zappelte der Ball dann doch im Netz. Drei Minuten später war es wieder ein kapitaler Schnitzer, der das 2:0 für Bracht begünstigte. Der Doppelschlag in drei Minuten demoralisierte die Truppe, die folglich wenig geordnet agierten und dem beherzten Auftritt der Gastgeber nix entgegen zu setzen hatten.

Nach einem Donnerwetter in der Kabine kam die Mannschaft endlich ins Spiel. Jetzt wurden die Zweikämpfen angenommen. Der DFC agierte deutlich aggressiver und hatte in der 55. Minute die große Chance auf den Anschlusstreffer. Nach einem Foulspiel trat Andy-Björn Schmitt zum Elfmeter an - und vergab! "Hätten wir das Ding hier reingemacht, wäre das Spiel sicherlich anders verlaufen", glaubt Menzel. So nahm das Unheil aber seinen Lauf, denn auch Süleyman Cengez scheiterte fünf Minuten später bei seinem Schuss und traf nur den Pfosten. Die Zuschauer sahen Einbahnstraßenfußball und nur noch sporadische Ausbrüche der Platzherren, die kämpferisch aber alles gaben. Als Bracht nach 70 Minuten auch noch einen Spieler mit Gelb-Rot verlor, wurden die Angriffsbemühungen noch einmal intensiviert. Zwei Minuten später wurde Pala im Strafraum zu Fall gebracht, so dass dem Dülkener FC ein weiterer Elfmeter zugesprochen wurde. Der eingewechselte Michael Sadik nahm sich ein Herz, schnappte sich den Ball und hämmerte die Kugel rein (siehe Foto. Danach stürmte Dülken mit Mann und Maus, doch das Abwehrbollwerk der Gastgeber hielt dem Druck stand. "Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir sicherlich einen Punkt verdient gehabt, aber die desolate erste Halbzeit hat mich schon tief erschüttert", fasste der Trainer das Spiel zusammen.

Anscheinend kann die Mannschaft gegen stärkere Teams eher bestehen als gegen die direkten Konkurrenten im unteren Tabellendrittel. "Wenn wir das Spiel machen müssen, haben wir Probleme", meint Menzel.


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