| Es ist
die Saison der verpassten Chancen. Auch gegen Waldniel musste
die erste Mannschaft wie so oft in der Saison eine schmerzhafte
weil unverdiente Niederlage hinnehmen. Obwohl der Dülkener
FC die klareren Chancen hatte, triumphierte der SC Waldniel
am Ende mit 2:1.
"Ich kann der Mannschaft erneut keinen Vorwurf machen.
Sie ist topfit, spielt gut und engagiert, aber leider machen
wir die Tore nicht", erklärte Trainer Thomas Menzel
einmal mehr. Wieder ging seine Mannschaft leer aus, obwohl
beim SC Waldniel mehr drin gewesen wäre. Eine bessere
Chancenauswertung ist das einzige Manko, warum der DFC nach
der gespielten Hinrunde nur auf Platz 9 steht. Und mit elf
Punkten Rückstand zum Tabellenersten wird der Dülkener
FC wohl auch nach der Winterpause kaum noch oben mitspielen
können.
Aber nun zum Spiel: Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern.
Die Gäste aus Dülken hatten Anlaufschwierigkeiten,
der Motor stockte. So gingen die Gastgeber dann auch verdient
in Führung, nachdem Pano durch ein unnötiges Foul
an der Strafraumgrenze einen Freistoß für Waldniel
ermöglichte und Waldniel diese Chance auch eiskalt verwertete
(15.). Zwei Minuten später musste Andy-Björn Schmitt
nach einem rüden Foul verletzt ausgwechselt werden. Für
ihn kam Marcel Gubbels ins Spiel. So langsam nahm der DFC-Express
an Fahrt auf und diktierte das Spielgeschehen. Waldniel blieb
aber durch Konter gefährlich. Die größte Chance
zum Ausgleich hatte Huintjes nach 40 Spielminuten, doch der
Ball lag auf dem falschen linke Fuß, so dass der Spielmacher
mit seiner Möglichkeit scheiterte. Glück hatte der
DFC vier Minuten später, als Brinschwitz nach einem Eckball
nur die Latte traf.
Nach dem Pausentee erwischten die Gäste den besseren
Start. Huintjes konnte bereits nach zwei Minuten ausgleichen.
Nur schade, dass Pütz in der 56. Minute ausrutschte und
so den Konter begünstigte, den Waldniel erfolgreich zum
2:1 abschließen konnte. Dülken steckte nicht auf
und drückte noch einmal aufs Gaspedal. Was folgte, war
ein Einbahnstraßenfußball mit einer Fülle
an Chancen. Doch Waldniels Schlussmann war der beste Mann
auf dem Platz und brachte die Dülkener mit seinen Paraden
zur schieren Verzweiflung. weder Tobias Beier noch Michael
Flöck oder Bernd Huintjes, der aus vier Metern scheiterte,
vermochten den Ball noch einmal im Netz unter zu bringen.
Waldniel hatte in der 81. Minute noch eine Riesenchance, die
Führung auszubauen, doch Engels entschärfte den
Ball. Dennoch: Waldniel brachte die knappe Führung über
die Zeit. |