| Da wäre
mehr drin gewesen! Gegen den bisher siegreichen Tabellenführer
aus Willich lag die erste Mannschaft im Dülkener Stadtgarten
mit 3:0 in Front, doch nach der Pause konnten die Gäste
noch gleich ziehen. So musste sich eine furios aufspielende
Mannschaft in Durchgang 1 am Ende mit einer Punkteteilung
begnügen.
"Das war die beste Halbzeit unter meiner Regie",
lobte Thomas Menzel die Leistung seiner Schützlinge im
ersten Durchgang. Immerhin ist der Trainer nicht erst seit
dieser Saison am Ruder und so zeigt diese Aussage, wie die
Mannschaft in den ersten 45 Minuten spielte. In der Tat: Taktisch
war das Team hervorragend auf den Gegner eingestellt. Aus
einer massiven Deckung forcierte der Gastgeber das Tempospiel.
Mit Joachim Pütz und Metehan Pala bot der Trainer zwei
schnelle Spitzen auf, die ein enormes Tempo runterspulten.
Michael Flöck spielte wieder als Libero einen souveränen
Part, während Niklas Rill auf der Menzel-Position im
Mittelfeld agierte.
Bereits nach drei Minuten gingen die Platzherren mit 1:0 in
Führung, als Michael Flöck endlich mal wieder seine
Freistoßqualitäten unter Beweis stellte. Der abgefälschte
Schuss schlug zum 1:0 ein. In der 16. Minute setzte sich Tobias
Beier mustergültig durch und versenkte den Ball aus acht
Metern flach in der Ecke. Als dann in der 32. Minute auch
noch Joachim Pütz zuschlug, der einen Ballgewinn plus
Pass von Pano verwertete, war die Dülkener Herrlichkeit
perfekt. Obwohl Willich gut mitspielte, hatte das konzentrierte
Auftreten des DFC eine 3:0-Führung zur Folge. Eine schöne
Parade von Florian Engels sorgte dafür, dass die komfortable
Führung auch mit in die Pausenkabine genommen wurde.
In der 47. Minute sprang im Strafraum der Ball an die Hände
von Michael Flöck. Der fällige Strafstoß wurde
von Willich vergeben, aber der Jubel währte nicht lange,
denn fünf Minuten später erzielte der Tabellenführer
den Anschlusstreffer. Bei einem Freistoß leistete sich
die Abwehr einen Aussetzer.
Danach musste Thomas Menzel zweimal wechseln. Der überragend
spielende Tobias Beier musste mit einer Beule am Kopf verletzungsbedingt
raus. Joachim Pütz war rotgefährdet und wurde vom
Trainer sicherheitshalber rausgenommen. Für ihn stürmte
fortan Michel Sadik. Cengez kam für Beier rein. Danach
lief es nicht mehr so rund, auch wenn Bernd Huintjes noch
die Riesenchance hatte, mit 4:1 für die Vorentscheidung
zu sorgen. Der Spielmacher verzog allerdings. Nach einer Ecke
zappelte der Ball im Netz - nach 68 Minuten stand es nur noch
2:3. Zehn Minuten später klingelte es erneut im Karton
- die Führung war dahin. Danach wechselte Menzel erneut.
Der völlig entkräftete Pala ging raus und Wichtrup
kam rein. Kurz vor Schluss hatte Michael Flöck erneut
mit einem Freistoß die Chance, doch noch für ein
Erfolgserlebnis zu sorgen, doch der Freistoß aus 25
Metern wurde vom Torwart erstklassig entschärfte. So
blieb es bei der Punkteteilung und der Erkenntnis, wozu die
Mannschaft fähig ist, wenn alles passt. Aber um den Spitzenreiter
zu schlagen, muss das über 90 Minuten der Fall sein...
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