tus wickrath - dülkener fc 0:3
Sturmflaute trotz stürmischen Wetters

Einen Vorwurf konnte Thomas Menzel seiner Mannschaft gewiss nicht machen. Der Trainer der ersten Mannschaft war mit dem Spiel seiner Schützlingen zufrieden - nur mit dem Ergebnis nicht. Am Ende schlug eine klare 0:3-Niederlage zu Buche, weil der DFC gegen Tus Wickrath nicht in der Lage war, wenigstens eine Chance zu verwerten.

Irgendwie war es schon frustrierend. Der DFC hatte sich zum Rückrundenstart einiges vorgenommen. Und so spielten die Dülkener beim TuS auch auf. Aber weder ein optisches Übergewicht noch die hohe Moral nach einem 0:3-Rückstand konnten es verhindern, dass die Menzel-Elf am Ende mit leeren Händen nach Hause fahren musste und jetzt auch den Blick nach unten richten muss.

Aber von vorne: Die Wickrather waren als Topteam der Bezirksliga sicherlich der Favorit, doch Dülken war ein ebenbürtiger Gegner. Bei schwierigen Windverhältnissen und harter Asche erspielten sich die Gäste ein optisches Übergewicht. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Die erste gute Chance nutzten die Gastgeber eiskalt aus. Ein Stellungsfehler ermöglichte den ersten Treffer. Aus halbrechter Position zog der Stürmer ab. Auch Florian Engels hatte keine Chance (12.). Erst in der 25. Minute konnte sich Dülken zum ersten Mal so richtig in Szene setzen, als Michel Sadik sich durchtankte, aber hängen blieb. Sala wartete im Rückraum und zog ab, vergab aber aus 20 Metern. Sechs Minuten später wurde Dülken erneut kalt erwischt. Die Situation war der Entstehung des ersten Tores nicht unähnlich. Nach einem Abspielfehler von Andre Schiffers im Mittelfeld kam der Ball erneut zur Wickrather Sturmspitze. Andy-Björn Schmitt wurde stehen gelassen, so dass Wickrath erneut aus halbrechter Position das 2:0 erzielen konnte. Kurz vor der Pause hatte Daniel Henkel eine Riesenchance, den Abstand zu verkürzen, doch nach einem Freistoß scheiterte der Abwehrspieler freistehend und der Ball flog über die Latte.

Nach der Pause kam die richtig starke Phase der Dülkener. Die Einwechslung von Tobias Hansen belebte das Spiel, auch wenn Spielmacher Bernd Huintjes grippegeschwächt weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Der mit Trainingsrückstand spielende Hansen war ein Aktivposten und zeigte sich in deer 55. Minute zum ersten Mal, als er aus 20 Metern abzog. Der Torwart reagierte mit einem Reflex und rettete im Nachfassen auf der Linie. Fünf Minuten später hatte Hansen den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als Daniel Henkel sich über links durchsetzte und dann in die Mitte passte. Dort wartete Hansen mutterseelenallein und schoss aus zwei Metern den Torwart an. Thomas Menzel standen die Haare zu Berge, war aber sichtlich angetan von der aggressiven Spielweise seiner Mannschaft. Die steckte auch nicht auf, als Wickrath Chance Nummer drei wieder eiskalt verwerten konnte. Nach einem Eckball schaute Mustafa Sala zu, wie sein größerer Gegenspieler hochstieg und das 3:0 köpfte.

Die Messe war praktisch gelesen, doch Dülken bewies Moral. In der 68. Minute musste Huintjes raus, der nach einem rüden Foul nicht mehr weiterspielen konnte. Für ihn kam Andre Schinkels ins Spiel. Fünf Minuten schoss Hansen aus kürzester Entfernung ein weiteres Mal aufs Tor. Der Keeper reagierte mit einem Reflex und ließ den Ball abklatschen. Mustafa Sala nahm den Ball auf und musste nur einschieben, aber auch er brachte den Ball nicht über die Linie. In der Schlussphase des Spiels kamen die Wickrather noch einmal auf und konnten sich verstärkt Chancen erspielen. Dülkens Torwart Florian Engels zeichnete sich aus und verhinderte eine größere Niederlage. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie heute ein ebenbürtiger Gegner war und sich auch nach dem 0:3 nicht hängen ließ. Sie hat stark gespielt. Umso bitterer ist diese klare Niederlage auf dem Papier", resümierte Thomas Menzel. Sturmflaute trotz stürmischer Wetterlage - was für ein deprimierender Sonntag!


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