| Mit der bis jetzt besten Saisonleistung
erspielte sich die erste Mannschaft des Dülkener FC beim ASV Süchteln
einen 3:2-Sieg. Tobias Hansen war zweimal erfolgreich und Bernd Huintjes
einmal. Michel Sadik sah wegen meckerns eine Gelb-Rote Karte, die allerdings
ohne Folgen blieb.
Der Dülkener FC hatte sich im Lokalderby einiges vorgenommen und
begann gleich mit einem Pressing. Bereits in der ersten Minute feuerte
Bernd Huinjtes, der sich wieder in alter Topform präsentierte,
einen Warnschuss ab. Zwei Minuten später schoss sich auch Tobias
Hansen warm. Es dauerte allerdings bis zur 20. Minute, ehe der Ball
im Netz der Gastgeber zappelte. Nach einem Pass von Joachim Pütz
stand Hansen in der Mitte goldrichtig und brachte die Gäste mit
1:0 in Front. Danach musste der Coach den Flankengeber verletzungsbedingt
auswechseln, da sich Joachim Pütz nach einem Foulspiel an der Schulter
verletzte. Für ihn kam Nico Berger.
Nach der 1:0-Führung gab der DFC das Spiel aus der Hand, so dass
auch die Gastgeber zu Chancen kamen. Keeper Florian Engels war allerdings
auf seinem Posten, doch nach einer missglückten Abwehr von Nico
Berger traf der Schuss einen Gegenspieler, der prompt aus der Drehung
sich mit dem 1:1 bedankte (26.). Danach traf Dülken zweimal, aber
der Schiedsrichter ließ die Treffer nicht gelten. Beim ersten
Mal stießen die Ex-Dülkener Stefan Kern und Sascha Jansen
zusammen. Huintjes war der Nutznießer und schob ein, aber der
Unparteiische entschied auf Foulspiel. Eine Minute vor dem Halbzeittee
traf Huintjes per Kopf, aber auch hier will der Schiedsrichter ein Foul
gesehen haben.
Egal, mit neuem Elan ging es in Runde zwei. Dülken spielte weiter
nach vorne und verdiente sich in der 56. Minute das 2:1, als nach einer
Kombination des bärenstarken Daniel Henkel und Hansen Bernd Huintjes
endlich den fälligen Treffer erzielen konnte. Vier Minuten später
durfte dann noch einmal Tobias Hansen ran, der auch prompt das 3:1 erzielte.
War die Messe gelesen? Noch lange nicht, zumal Michel Sadik sich selbst
aus dem Spiel brachte und wegen Meckerns zuvor die Gelbe und dann auch
noch die Ampelkarte sah. Menzel war mächtig angefressen, weil seine
Mannschaft jetzt ohne Not in Unterzahl agierte. Glücklicherweise
dezimierte sich auch der Gegner, der sieben Minuten später wegen
Foulspiels ebenfalls eine Ampelkarte verkraften musste. Danach ging
die Post ab und viele Chancen blieben ungenutzt. Sowohl Berger wie auch
Hansen oder der eingewechselte Marcel Gubbels mit einem Schuss an die
Latte trafen nicht ins Schwarze. Als Niklas Rill an der Auswechselbank
des DFC umgesäbelt wurde, drängte Trainer Thomas Menzel auf
die Rote Karte, die der ASV-Spieler auch prompt erhielt. Nach wüsten
Beschimpfungen und einem "Dat soll ein Pädagoge sein!"
musste Menzel hinters Jackett. Dort musste er mit erleben, wie in der
Nachspielzeit der Schiedsrichter nach einer Ecke und einem Gemenge im
Strafraum auf den ominösen Punkt zeigte. Den fälligen Elfer
verwandelte die Gastgeber und kamen dann auch noch einmal zweimal nach
vorne, doch der DFC brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. |