Eine hohe Moral, aber zu wenig Tore

Die Messe schien nach einem 0:3-Rückstand gelesen, doch die erste Mannschaft bewies danach eine hohe Moral - aber nur Mustafa Sala konnte trotz zahlreicher Chancen treffen. So schaffte es Wickrath, die herausgespielte Führung zu verteidigen und in der Schlussminute mit dem 4:1 noch einen drauf zu setzen.

Zunächst sah alles nach einem Debakel aus. Bereits nach vier Minuten fand ein Kopfball der Wickrather sein Ziel. Acht Minuten später gingen die Gäste durch einen Eckball mit 2:0 in Führung. Auch hier wurden die Nachlässigkeiten in der Abwehr knallhart bestraft. Als dann auch noch der eingewechselte Daniel Henkel einen Pass genau in die Füße seines Gegenspielers spielte und der sich mit dem 3:0 bedankte (26.), war die Partie eigentlich schon entschieden. Mustafa Sala hatte mit einer Direktabnahme in der 36. Minute die Chance, noch einmal zu verkürzen, doch es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass der TuS-Torwart eine gute Chance der Dülkener vereitelte.

Nach der Pause bewies die Mannschaft von Trainer Thomas Menzel eine hohe Moral. Es folgte fast ein Spiel auf ein Tor. Mit Michel Sadik kam eine weitere Offensivkraft aufs Feld. Und tatsächlich: In der 54. Minute verkürzte Mustafa Sala auf 1:3. Danach war Zeit genug, die Partie noch einmal umzubiegen und sich für die nächsten Spiele Selbstbewusstsein zu verschaffen. Wickrath kam überhaupt nicht mehr nach vorne, während Dülken alles nach vorne warf. Nico Berger (57.), Niklas Rill per Kopf (60.) und eine dicke Chance von Bernd Huintjes, der genauso wie beim Nachschuss von Sadik am Torwart der Gäste scheiterte, waren allesamt gute Möglichikeiten. Die wohl dicksten Chancen hatte Michel Sadik in der 73. Minute, als er von Hansen auf die Reise geschickt wurde und alleine vorm Tor der Wickrather scheiterte. Zwei Minuten später fast die gleiche Situation: Hansen hatte freies Schussfeld und hätte sich die Ecke aussuchen können, aber auch er scheiterte am "Matchwinner" des heutigen Spiels: an Torwart van der Vaart.

In der Schlussphase kamen die Gäste noch einmal auf und zeigten, wie man die Chancen eiskalt verwertet. Das 4:1 in der Schlussminute war nur noch Ergebnismakulatur. Schade, denn Chancen hatten die Dülkener genug, zumindest noch einen Punkt im Stadtgarten zu halten. So bleibt die Erkenntnis, dass die Moral stimmt und die Mannschaft durchaus an den Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann - wenn die Chancen besser verwertet werden. Das ist der Unterschied zur letzten Saison.


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