In der neuen Saison übernimmt
Thomas Menzel als Trainer die erste Mannschaft.
Wir sprachen mit dem sportlichen Leiter über
die neue Saison.
Thomas,
wie laufen die Vorbereitungen?
Zusammen mit meinem Co-Trainer Klaus Sachsenhausen
und Gerd Schaeben sind wir tagtäglich im Einsatz.
Wir führen viele Gespräche und Telefonate
und sind optimistisch, dass wir in der nächsten
Saison eine schlagkräftige Truppe beisammen haben
werden.
Ist der Aufstieg nach wie vor das Ziel?
Die Zielsetzung des Vereins ist immer der Aufstieg
in die Landesliga. Und daran werden wir arbeiten.
Einige sind skeptisch, dass das mit unserer Philosophie,
auf viele jüngere Spieler zu setzen, nur schwer
gelingen kann. Aber ich glaube, dass einige jüngere
Spieler den Sprung schaffen können. Auch von
den bisherigen Neuverpflichtungen verspreche ich mir
einiges.
Zum Beispiel?
Stefan Hötte kommt aus der A-Jugend-Niederrheinliga
des SC Waldniel. Der 21-Jährige ist flexibel
im Mittelfeld einsetzbar. Manuel Mertens hat in der
A-Jugend des 1. FC Viersen und auch in Neuwerk gespielt.
Tobias Hansen spielt in der Kreisliga A bei Rot-Weiß
Venn. Und der kann locker eine Klasse höher spielen.
Ein starker Linksfuß, technisch versiert und
unglaublich schnell. Der wird bei uns Furore machen,
da bin ich mir sicher. Mit Sascha Jansen im Tor haben
wir einen guten Fang gemacht. Dazu kehren Stefan Menke
und Eshan Hashemi ins Team zurück. Beide könnten
in der nächsten Saison Stützpfeiler sein.
Nico Berger und Thomas Stams haben in dieser Saison
in der zweiten Mannschaft einen guten Eindruck hinterlassen.
Vielleicht schaffen sie den Sprung in die erste Mannschaft.
Und was ist mit Sohnemann Nils?
Der muss sich qualifizieren wie all die anderen Spieler.
In der Vorbereitung werden wir sehen, wer in der ersten
und wer in der zweiten Mannschaft spielt. Die Karten
werden neu gemischt. Was meinen Sohn betrifft, so
hat er eher einen Nach- als Vorteil, wenn der Vater
Trainer dieser Mannschaft ist.
Sind noch weitere Neuverpflichtungen geplant?
Wie gesagt: Wir sind täglich im Gespräch.
Vier bis fünf Spieler wollen wir noch holen.
Aber noch ist es zu früh, um irgendetwas definitives
zu sagen. Aber auch hier werden wir auf junge Spieler
setzen.
Im Moment ist in den Medien oft zu hören,
der deutsche Fußball beschäftige sich zu
wenig mit dem Ball. Das sei ein Grund, warum Deutschland
im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Was meinst
Du?
Ich denke, dass eine gute körperliche Fitness
unbedingte Voraussetzung für einen Fußballer
ist, aber es bringt nichts, die Spieler permanent
um den Kreis laufen zu lassen. Training muss auch
Spaß machen. Wir werden viel mit dem Ball arbeiten.
Wie wichtig ist Disziplin?
Sehr wichtig. Was ich nicht will, ist fehlende Motivation
und Begeisterung sowie Grüppchenbildung. Die
Mischung macht’s. Disziplin schließt Spaß
nicht aus. Und ich kann sagen: Ich bin total motiviert
und freue mich auf die kommende Saison.
In Dülken ist die Erwartungshaltung
oftmals sehr groß. Stehst Du besonders unter
Druck?
Druck und Anspannung sind gewiss da, aber ich werde
mich auf das Team konzentrieren. Die Zuschauer, die
am Sonntag unsere Spiele sehen, haben es verdient,
dass eine Mannschaft hart an sich arbeitet und alles
gibt. Und das kann ich versprechen: Die Mannschaft
wird hart arbeiten!
Du wohnst und arbeitest in Mönchengladbach.
Würdest Du in der nächsten Saison gerne
in der Gladbach-Gruppe spielen?
Vielleicht, denn dann wäre ich näher dran
und könnte mehr Spiele besuchen. Aber auch die
andere Gruppe hat ihren Reiz. Ich lasse es auf mich
zukommen.
Wie bist Du eigentlich zum Dülkener
FC gekommen?
Über Gerd Schaeben. Mein Sohn Nils war früher
in einer Bewegungsgruppe, die Gerd geleitet hat. So
fing mein Sohn beim DFC an. Und dann war ich hier. |